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9-Loch Winterrunde.

  World Handicap System 

Ab 1. Januar 2021 tritt in Deutschland das neue World Handicap System in Kraft. Ziel ist es, aus weltweit sechs verschiedenen Berechnungsmethoden ein global einheitliches Verfahren zu nutzen, das auf jedem Golfplatz Anwendung findet. Während in der Vergangenheit das Handicap eines Spielers / einer Spielerin stufenweise berechnet wurde, erfolgt die Anpassung des Handicaps künftig aus dem Durchschnittswert der besten 8 Ergebnisse aus den letzten 20 Handicap relevanten (bisher vorgabenwirksamen) Ergebnissen.

Einen Schnellüberblick findet ihr in folgendem Video. Details weiter unten (die Reihe wird fortgesetzt).
Zusammengestellt von TW.

 

 

Was bleibt?

Für uns unverändert, werden Handicaps auch zukünftig bis zu einem maximalen Handicap von 54 geführt. Oberhalb von 26,5 kann sich ein Golfer nur herabspielen. In diesem Bereich erfolgt keine automatische Heraufsetzung, es sei denn, auf Wunsch des Spielers.

Weiterhin unverändert bleibt für uns auch die Kalkulation der Handicaps auf Basis des bereits bekannten Course Ratings, also mit Hilfe der Course-Rating- und Slope-Werte. Wie schon bisher gewohnt, wird je nach Abschlag, Handicap und Spieler die individuelle Spielvorgabe ermittelt, die zukünftig nur „Course Handicap“ oder „Playing Handicap“ heißen wird. Außerdem können die sehr beliebt gewordenen, vorgabenwirksamen Runden über neun Löcher weiterhin gespielt werden.

Sind EDS Runden weiterhin möglich?

Bisher gab es die Möglichkeit vorgabenwirksame Runden außerhalb von Turnieren als Extra Day Score bzw. EDS-Runde zu spielen. Diese Regelung bleibt bestehen. Hier ändert sich nur der Name in „registrierte Privatrunde“, aus „vorgabenwirksam“ wird „Handicap relevant“. Andere private Runden, also alle nicht zuvor registrierten Runden, werden auch weiterhin nicht zur Berechnung der Handicaps herangezogen.

Was ist neu?

Anstelle der Auswertung nach erspielten Stableford-Nettopunkten wird ab 2021 der Score Differential (Score Unterschied) ermittelt und für die Berechnung des Handicap-Index der Spielers herangezogen. Der Score Differential ermöglicht die Vergleichbarkeit der Ergebnisse, die auf unterschiedlichen Plätzen erspielt wurden und beschreibt den Unterschied zwischen dem gewerteten Ergebnis und dem Course Rating unter Einbeziehung des Slope Ratings. Dazu werden die besten acht der letzten zwanzig Handicap-relevanten Ergebnisse bewertet. Nur aus diesen acht Ergebnissen wird der Durchschnitt ermittelt. Damit entfallen die bisher genutzten Vorgabenklassen mit Pufferzonen und Herauf- und Herabsetzungsmultiplikanden.

Eine weitere wichtige Neuerung für uns ist, dass ab 2021 alle Einzel-Zählspiel-Turniere während der Spielsaison immer Handicap-relevant sein werden. Von Mai bis September haben Spielleitungen somit nicht mehr die Wahl, ein Zählspiel-Turnier als „nicht vorgabenwirksam“ auszuschreiben. Nicht Handicap-relevante Turniere sind während der Spielsaison in den Formaten möglich, die nicht für die Handicap-Berechnung genutzt werden können, wie Vierer oder Scrambles.

Das Stammblatt eines Spielers enthält im World Handicap System die jeweils letzten zwanzig Ergebnisse in chronologischer Reihenfolge. Wie bisher steht das zuletzt erzielte Ergebnis ganz oben, das älteste Ergebnis ganz unten im Stammblatt. Nach dem neuen Verfahren werden die besten acht der Ergebnisse ermittelt und nur aus diesen der World Handicap-Index berechnet. Sobald ein neues Ergebnis erzielt wird, steht es an erster Stelle im Stammblatt, das bisher 20. Ergebnis wird zum 21. und entfällt.

Bei vielen Spielern enthält das Stammblatt derzeit weniger als zwanzig Ergebnisse. In dem Fall werden auch die Handicap-Indizes entsprechend der folgenden Tabelle aus weniger als zwanzig Ergebnissen ermittelt:

Tabelle Berechnung SD

Was bedeutet der Course Rating Wert und der Slope Wert?

Bei der Berechnung der Spielvorgabe eines Golfers werden die Werte für das Course Rating und den Slope bereits heute angewandt und finden in der Spielvorgabentabelle Anwendung. Diese Werte spiegeln die Schwierigkeit eines Platzes wieder und sind für alle Golfanlagen unterschiedlich. Auch innerhalb eines Platzes unterscheiden sich die Werte abhängig davon, ob man eine 9 Loch oder 18 Loch Runde spielt.

Für den PAR 69 Golfplatz des GC Stromberg gelten folgende Werte für die 18 Loch Runde:

Course Rating (CR): 68,5
Slope Rating (SR): 132

Was bedeutet das und wie werden die Werte ermittelt?

Die Schwierigkeit eines Platzes wird vom DGV durch geschulte Course Rater ermittelt. Der CR-Wert drückt auf die Dezimalstelle genau aus, wie viele Schläge ein Golfer mit einem Spielpotential von HCP 0 (auch Scratch-Golfer genannt) im Durchschnitt auf der gespielten Anlage benötigt. Das Course Rating System betrachtet nun aber neben dem Scratch-Golfer auch noch den Typus Golfer, der umgangssprachlich als Bogey-Golfer bezeichnet wird (Spieler mit einem Hcp. von circa 18-22) und ermittelt den BR-Wert (Bogey Rating Wert).

Die Course Rater müssen hierfür den Platz nicht spielen, sondern messen den Platz nach einem vorgegebenen Codex aus und übertragen die Werte in einer Tabelle. Hierfür werden alle spielrelevanten Hindernisse und Erschwernisse, mit denen sich Scratch- wie auch Bogeygolfer in ihren jeweiligen Landezonen konfrontiert sehen, aufgenommen und die Schwierigkeit diesen aus dem Weg zu gehen, bzw. sich aus diesen zu befreien, bewertet.

Was sind Hindernis- und Erschwernisfaktoren:

Folgende Kriterien werden danach bewertet, wie diese ins Spiel kommen und wie sich die Möglichkeiten der Spielfortsetzung gestalten:

(a) Topographie
(b) Fairwaybreite und –beschaffenheit
(c) Grünanspiel (Größe, Länge der Annäherung, Sichtbarkeit)
(d) Rough und Rettungsschläge
(e) Bunker
(f) Ausgrenzen und extremes Rough
(g) Wasserhindernisse
(h) Bäume
(i) Grünoberfläche (Beschaffenheit, Schnelligkeit, Konturen)
(j) Psychologie

All diese Faktoren werden in den jeweiligen Landezonen für Scratch- und Bogey-Golfer betrachtet.

Da es nun nicht nur Scratch- und Bogeygolfer gibt, wird in die Bewertung der Slope Wert einbezogen, der berücksichtig, dass Golfer mit hohem Handicap überproportional mehr Schläge benötigen als der Bogeygolfer, Spieler mit einem Handicap unterhalb des Bogeygolfers dementsprechend weniger. Der Slope-Wert drückt die Schwierigkeit eines Platzes aus und kann zwischen 55 (sehr leicht) und 155 (sehr schwer) liegen.

Der durchschnittliche Slope Wert eines Golfplatzes liegt bei 113, der des GC Stromberg bei 132.

 

Nach welcher Formel wird der World Handicap Index berechnet?

Wurden bisher nach einer vorgabenwirk samen Golfrunde Stablefordpunkte addiert und unter Berücksichtigung der Vorgabenklassen und Pufferzonen zur Handicapberechnung herangezogen, wird ab 2021 der Differenz-Score (Score Differential) ermittelt.

Ein Beispiel (gültig für GC Stromberg):

Gespielt wird im Zählspielformat mit einem Maximalscore pro Loch in Höhe eines Netto-Doppelbogeys. Ein Spieler mit einem Handicap von 22 und einer Spielvorgabe von 25 hat auf dem Platz des GC Stromberg an Loch 3 (PAR 4 Loch) zwei zusätzliche Schläge um zwei Stablefordpunkte zu erzielen (Netto PAR). Benötigt er einen Schlag mehr, insgesamt also sieben (Netto Bogey), gibt es noch einen Stablefordpunkt. Bei acht Schlägen (Netto Doppelbogey) wurde das Loch gestrichen. Neu ist nun, dass anstelle eines Strichs die Schlagzahl acht auf der Scorekarte eingeben wird.

Nach Abschluss der Runde werden alle Punkte addiert und ergeben das gewertete Bruttoergebnis.

Die Berechnung des Differenz-Scores erfolgt nun nach dieser Formel:

(Gewertetes Bruttoergebnis – Course Rating) x 113 / Slope-Wert = Score Differential

Gespielt wurde eine gewertetes Bruttoergebnis von 93 Schlägen. Berechnung:

(93 – 68,5) x 113 / 132 = 20,974 gerundet auf 21,0

Der Differenz Score beträgt also 21,0. Die letzten 20 Score Differentials werden zur Ermittlung herangezogen, wobei nur die besten acht Ergebnisse in die Berechnung eingehen. Der World Handicap Index (WHI) entspricht dem Durchschnitt dieser acht besten Ergebnisse.

Was passiert mit meinem heutigem Handicap?

Nach dem oben beschriebenen Verfahren wird auch die Konvertierung (einmalige „Umrechnung“) der bisherigen EGA-Vorgabe in den neuen Handicap-Index durchgeführt. Die Berechnung dazu erfolgt allein auf Grundlage der in den letzten vier Jahren erzielten, vorgabenwirksamen Ergebnisse, da nur damit die aktuelle Spielstärke widergespiegelt wird. Die Konvertierung erfolgt durch den DGV Ende November 2020.

Golfclub Stromberg–Schindeldorf e.V. • Buchenring 6 • 55442 Stromberg • Tel: 06724 / 600 700

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